Jennifer Friedel ließ es bereits in der 7. Minute zum ersten Mal im Gästekasten klingeln

Die Zuschauer im gut besuchten Donoper Eichenstadion rieben sich verwundert die Augen, denn solch ein Fußball-Feuerwerk hatten die DonVoß-Ladies dort schon lange nicht mehr abgebrannt. Am Ende dieses erinnerungsträchtigen Nachmittags stand es im Duell der abstiegsgefährdeten Aufsteiger sage und schreibe 7:0 für die Lipperinnen. Damit war nicht nur eindrucksvoll die 7:3 Schmach aus dem Hinspiel beim SuS Concordia Flaesheim getilgt – auch die rote Laterne konnte an den FC Finnentrop weitergereicht werden. Und es war außerdem auch noch der erste Saisonsieg auf eigenem Geläuf, denn die anderen drei Siege wurden auswärts oder auf dem Lemgoer Kunstrasen erzielt.

 

FC-Coach Knut Winkelmann ist offenbar immer für Überraschungen gut: diesmal beorderte er Allzweckwaffe Marina Heidebrecht in die Innenverteidigung, Nina Gnade, sonst eher offensiv unterwegs, bekleidete die rechte Außenverteidigerposition und Jennifer Labus wurde zu ihrer eigenen Überraschung in die Sturmspitze entsandt, wo sie mit ihrer Schnelligkeit zusammen mit der anderen Jennifer (Friedel) für Gefahr sorgen sollte. Im Hinblick auf das Endergebnis kann der Plan nur als gelungen bezeichnet werden. Und Jennifer Friedel avancierte hierbei zweifellos zur Spielerin des Tages mit insgesamt fünf (!) Toren, darunter einem lupenreinen Hattrick vor der Pause. Allerdings sprach der FC-Coach am Ende der gesamten Mannschaft pauschal ein Lob aus für ihren phänomenalen Einsatz, der dem Gegner kaum Luft zum Atmen ließ. Lediglich zwei Mal kamen die Gäste in der ersten Halbzeit gefährlich zum Abschluss. Ansonsten kauften die Lipperinnen den Gästen schnell den Schneid ab mit frühem Pressing und hoher Laufbereitschaft. Und diesmal konnten darüber hinaus auch noch einige spielerische Glanzlichter gesetzt werden.

 

„Es ist schon erstaunlich und erfreulich, wie sich gerade auch die jungen Spielerinnen immer mehr zu Leistungsträgern entwickeln: Charlotte und Anna Lena Meier, Milena Szymkowiak, Marie Wollbrink, die beiden Torhüterinnen Nadine Schremmer und Annika Schlosser, sowie die erst seit kurzem hinzugekommene Jennifer Labus sind alle erst zwischen 17 und 20 Jahre alt. Das ergibt eine gesunde Mischung mit unseren erfahrenen, etablierten Kräften, die den Youngstern auch immer wieder Halt und Unterstützung geben“ freute sich Heino Grollich, neben dem diesmal verhinderten Dirk Seidlitz einer der beiden Mannschaftsverantwortlichen.

 

Dass nicht nur Jennifer Friedel Tore erzielen kann, zeigten in der zweiten Hälfte auch noch Melanie Gutsch mit einem sehenswerten 25m-Schuss unter die Torlatte und Marina Heidebrecht, die beim Stande von 5:0 schon mal anfragte: „Trainer, darf ich jetzt endlich mal nach vorne?“ Durfte sie aber nicht, bis auf einen Eckball, den sie kurz vor Schluss treten durfte und dann auch prompt direkt zum 7:0 Endstand verwandelte.

 

Bei aller Freude über dieses grandiose Erfolgserlebnis muss man auch konstatieren, dass es auch für ein 7:0 leider nur drei Punkte gibt und dass es nach wie vor sehr eng bleiben wird im Abstiegskampf. Immerhin wurde mit dem Sieg zumindest die Chance gewahrt, die Klasse halten zu können. Am nächsten Sonntag – nach dem Spiel gegen den anderen Mitaufsteiger FC Bor. Dröschede – wird man mehr wissen.


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