Nachdem Pastorin Rosenhäger in ihren einleitenden Worten das Publikum gebeten hatte während des Konzertes nicht zu applaudieren, war es bis zum Schluss im Weiteren in der voll besetzten Klosterkirche zwischen den einzelnen Programmteilen auch mucksmäuschenstill geblieben. Nach dem fulminanten Finale von John Rutters „Gloria“ entlud sich dann aber die Begeisterung des Publikums in lang anhaltendem stehenden Applaus und es gab nur noch glückliche Gesichter – im Publikum und auch auf der Seite der rund 80 Sängerinnen/Sänger und Instrumentalisten.

 

Zuvor hatten das Vocalensemble Cantus und der Neue Chor Warburg mit „Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Warum toben die Heiden“ mit zwei doppelchörigen Motetten von Mendelssohn das Konzert eröffnet, gefolgt von Werken von Bruckner, Rheinberger und Stanford, die in Melodik und Harmonik das Publikum unmittelbar ansprachen, bevor dann Britten’s „Te Deum in C“ auf dem Programm stand, in dessen lyrischen Mittelteil Marion Hanewinkel mit einem bewegenden Sopransolo verzauberte.

 

Zum Hauptwerk und Höhepunkt des Abends betrat zur Begleitung des Chores das auf 8 Bläser verstärkte Blechbläserensemble „Brass Unlimited“ die Bühne zusammen mit Joana Verbanova (Percussion) Antonio Giminez (Pauken) und Michael Schmidt an der Orgel. Das 1974 komponierte „Gloria“ von John Rutter ist ein in Klangfülle und Vielschichtigkeit beeindruckendes Werk, welches Chor und Instrumentalisten unter der Leitung von Annette Schmidt-Höngen überzeugend in Szene zu setzen wussten und welches das Publikum auch unwiderstehlich in seinen Bann zog.

 

„Wir sind sehr glücklich, dass wir in der Klosterkirche mit ihrer tollen Akustik haben singen dürfen und dass das Konzert soviel Zuspruch beim Publikum gefunden hat“, zeigte sich Heino Grollich vom Vocalensemble Cantus, der sich sehr für dieses Konzert in Blomberg eingesetzt hatte, ebenso erleichtert wie begeistert. „Trotz der zahlreichen Konzerte, die wir in den vergangenen Jahren gegeben haben war Blomberg für uns als Veranstaltungsort bislang Neuland – und das obwohl mehr als die Hälfte vom Cantus in Lippe beheimatet ist. Der Neue Chor Warburg und wir haben unter der Leitung unserer gemeinsamen Chorleiterin Annette Schmidt-Höngen ein Jahr lang für dieses anspruchsvolle Konzert geprobt und es an den letzten beiden Wochenenden in drei Konzerten vor insgesamt 800 Zuhörern aufführen dürfen. Dafür sind wir sehr dankbar. Für das Blomberger Konzert möchten wir einen besonderen Dank an Frau Pastorin Rosenhäger für ihre Unterstützung vor Ort, der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt für ihr finanzielles Engagement, ohne das solch ein Konzertevent gar nicht möglich gewesen wäre – und nicht zuletzt dem begeisterungsfähigen Blomberger Publikum, welches sehr stolz sein darf auf das vielfältige kulturelle Angebot ihrer Stadt, aussprechen. Wir kommen gerne noch mal wieder.“


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