Staffelleiter Peter Dold überreicht die Landesliga-Meisterurkunde an die Spielführerinnen des FC, zusammen mit dem Lemgoer Kreisvorsitzenden Werner Fritzensmeier

Staffelleiter Peter Dold überreicht die Landesliga-Meisterurkunde an die Spielführerinnen des FC, zusammen mit dem Lemgoer Kreisvorsitzenden Werner Fritzensmeier

Als Meister der Frauen-Landesliga wurde dem FC Donop-Voßheide die Ehre und die Aufgabe zuteil, den Landesliga-Staffeltag auszurichten, zu dem sich die Landesligisten der kommenden Saison am Samstag im Donoper Dorfgemeinschaftshaus versammelten. Unter dem Applaus der anderen Vereine konnte Staffelleiter Peter Dold den beiden FC-Spielführerinnen Jana Wiemann-Großpietsch und Marina Niemeier die Meisterurkunde überreichen, mit den Wünschen auf ein nicht zu baldiges Wiedersehen – denn dies würde ja für den FC den unmittelbaren Wiederabstieg bedeuten. Auch der Kreisvorsitzende des Fußballkreises Lemgo, Werner Fritzensmeier, sprach den DonVoß-Ladies seine Glückwünsche aus, und zeigte sich stolz, dass Lippe nach vielen Jahren mal wieder einen Westfalenligisten hat. FC-Co-Obmann Heino Grollich bedankte sich bei den Landesligisten und beim Staffelleiter für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit, die nun auch mit ein bisschen Wehmut zumindest vorerst ein Ende findet.

 

Während die lippischen Farben in der Landesliga nun nur noch durch den TuS Asemissen vertreten werden, dem nach dem Aufstieg von Donop-Voßheide und dem gleichzeitigen Abstieg von Holzhausen und Barntrup nun auf einen Schlag auch alle lippischen Derbys abhanden gekommen sind, stehen für die FC-Frauen ohnehin fast nur noch lange Auswärtsfahrten zwischen zwei und zweieinhalb Stunden an, bis hin zum Regionalligaabsteiger Sportfreunde Siegen. In der näheren „Nachbarschaft“ befinden sich nun nur noch der SC Borchen, Gütersloh II und der SV Bökendorf.

 

Die bevorstehende Westfalenligasaison ist aber vor allem sportlich eine Riesenherausforderung: drei der letzten vier letzten Aufsteiger haben sich in der Westfalenliga nicht halten können, zumal es dort vier Absteiger gibt. Lediglich der SV Bökendorf aus dem Kreis Höxter hat sich in der Westfalenliga etabliert. Heino Grollich: „Es gibt drei entscheidende Kriterien, mit denen ein Verbleib in der Westfalenliga überhaupt nur gelingen kann: man braucht ein entsprechendes Einzugsgebiet, aus dem man ausreichend viele leistungsstarke Spielerinnen rekrutieren kann, man braucht entsprechend auch schon im Jugendbereich möglichst in allen Altersklassen einen starken Unterbau und / oder entsprechende finanzielle Mittel und Anreize, um neue Topspielerinnen in den Verein zu holen – von den Trainingsbedingungen mal ganz abgesehen. An diesen Kriterien gemessen sind eigentlich alle anderen Vereine uns gegenüber sicherlich im Vorteil und es ist schon bemerkenswert, dass wir überhaupt so weit gekommen sind. Das Ganze ist für uns also ein ziemliches Abenteuer. Sollte es mit dem sofortigen Wiederabstieg enden, wäre das auch kein Drama. Aber erstmal gehen wir es an und freuen uns drauf. Schließlich haben sich unsere Frauen das ja auch verdient!“

 

Die neue Serie beginnt am 14.08. mit einem Auswärtsspiel beim FC Finnentrop, die Westfalenliga-Heimpremiere ist dann eine Woche später gegen die DJK Wacker Mecklenbeck im Rahmen des Sportfestes des SC Donop. In einem Testspiel am letzten Sonntag gegen den niedersächsischen Regionalligisten TSV 07 Burg Gretesch gaben die FC-Ladies trotz des Fehlens von fünf Stammspielerinnen und einer 2:4 Niederlage bei 30° Hitze in Voßheide über weite Strecken schon eine gute Figur ab, was auf Besseres hoffen lässt, wenn denn mal alle wieder an Bord sind.


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