Die Zahl der beim Detmolder Amtsgericht angemeldeten Insolvenzverfahren ist stark rückläufig. 112 Unternehmen mussten in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Gang zum Insolvenzrichter antreten. „Die lippische Wirtschaft ist gut aufgestellt. Nachdem bereits im letzten Jahr die Zahl der Insolvenzen rückläufig war, ging sie von Januar bis September 2014 erneut um dreißig Prozent zurück“, interpretiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe), dieses positive Ergebnis. Das ist der tiefste Stand der Insolvenzen seit 2000.
Fast alle Branchen konnten von diesem starken Rückgang profitieren. In erster Linie war der Handel mit 21 Fällen (Vorjahr 27) betroffen. 18 Insolvenzen (Vorjahr 17) meldeten Freiberufler sowie wissenschaftliche und technische Dienstleister. 17 Fälle (Vorjahr 27) betrafen das Baugewerbe. 16 Anträge (Vorjahr 23) kamen aus dem Gastgewerbe. Im verarbeitenden Gewerbe halbierte sich die Zahl der Insolvenzen auf neun Anträge. 717 Arbeitsplätze (Vorjahr 1.531) waren durch diese Insolvenzen betroffen. Rund ein Drittel der insolventen Unternehmen hatte keine Arbeitnehmer.
Neben den Unternehmen beantragten in der Zeit von Januar bis September 2014 302 (+2,4 Prozent) weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Verbraucherinsolvenzen.
Die Gesamtzahl der Insolvenzen war mit 414 Schuldnern um neun Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die hieraus resultierenden Forderungen summierten sich nach vorläufigen Ergebnissen auf rund 80 Millionen Euro (Vorjahr 353 Mio. Euro).
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