Bildquelle: TBV Lemgo

Bildquelle: TBV Lemgo

Der TBV Lemgo sichert sich gegen die SG BBM Bietigheim einen 37:30 (18:17)-Heimsieg und bleibt in dieser Saison zuhause ungeschlagen. TBV-Neuzugang Tim Hornke mit 10/8 Treffern und Hendrik Pekeler mit 7 Toren waren die erfolgreichsten TBV-Schützen. Für Bietigheim trafen Robin Haller mit 10 und Andre Lohrbach mit 8/6 Toren am häufigsten.

Die Lemgoer fanden nach der Niederlage am Freitag in Wetzlar nur mit Mühe ins Spiel. Rentschler und Haller warfen die Gäste in Front, ehe der an den Kreis eingelaufene Zieker in der 3. Minute für den TBV zum 1:2 traf. In der Abwehr stellte der TBV eine 6:0-Deckung, Bauer hütete von Beginn an das TBV-Tor.

Hermann hielt mit dem 3:4 in der 5. Minute den Anschluss für die Hausherren. Lohrbach markierte vom Punkt das 3:5 (7.). Lemke und Hornke im Gegenstoß sicherten dem TBV in der 8. Minute den Ausgleich zum 5:5. Hallers Treffer vom Kreis nach einem Pass von SG-Mittelmann Salzer brachte den Gästen beim 5:6 in Überzahl die erneute Führung (8.). TBV-Kreisläufer Pekeler musste eine Zeitstrafe absitzen. Rentschler legte mit dem 5:7 für Bietigheim nach.

Bauer parierte gegen Lohrbach von Linksaußen, Schneider zimmerte den Ball im Gegenzug per Schlagwurf in den Kasten von Jan Kulhanek. Die TBV-Abwehr stand nun kompakter und sicherte den Ball, Hornke startete zum Gegenstoß durch und sorgte für den 8:8-Ausgleich. Beim 9:8 durch Hermann in der 16. Minute lag der TBV erstmals vorne. Bietigheim ließ aber nicht locker und beantwortete auch das 10:9 durch Zieker und das 11:10 durch Hermann umgehend mit einem Ausgleichstreffer. In Unterzahl, Hermann hatte zuvor eine Zeitstrafe kassiert, wechselte Herth als sechster Feldspieler auf die Platte. Der ins Tor zurückgelaufene TBV-Mittelmann konnte das 11:12 durch Rentschler jedoch nicht verhindern. Lönn, der im Angriff für Lemke ins Spiel kam, egalisierte für Lemgo.

Höning kam für Hermann auf Halbrechts ins Spiel, Dresrüsse wechselte ins Lemgoer Gehäuse, Herth führte auch weiterhin auf der Mitte Regie. Pfannenschmidt unterbrach das Spiel nach 21:46 gespielten Minuten beim Stand von 12:13 mit einer Auszeit, um wieder Ordnung ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen, die sich schwer tat gegen den Aufsteiger.

Lohrbach machte vom Punkt, diesmal gegen Dresrüsse, der zuvor einen Treffer ins Gesicht einstecken musste, das 13:14 (23.) und auch das 14:15 (25.). Pekeler glich nach einem Anspiel von Hermann für Lemgo aus. Eine Co-Produktion der beiden TBV-Außen Zieker auf Hornke bescherte dem TBV das 16:15 (26.). SG-Coach Hartmut Mayerhoffer reagierte auf die erneute TBV-Führung mit einem Time-Out. Im Anschluss parierte Dresrüsse gegen Schäfer von rechtsaußen, Hermann warf den TBV mit 17:15 (28.) in Front. Bietigheim hielt den Anschluss. Beim Stand von 18:17 ertönte die Halbzeitsirene.

Gleich zur Beginn der ersten Hälfte ließ Dresrüsse mit einer Parade gegen den frei heranfliegenden Emrich aufhorchen. Hornke netzte per Kempa nach einem Anspiel aus der Mitte zum 19:17 ein. Doch Bietigheim wehrte sich und ließ nicht abreißen, trotz Zeitstrafe gegen Emrich in der 35. Minute. Pekeler traf zum 22:20. Im Anschluss kam Niemeyer an den Kreis, Lemke markierte durch einen blitzsauberen Rückraumtreffer das 23:20 (36.). Der TBV gewann immer mehr Oberwasser. Gästetrainer Mayerhoffer nahm die Auszeit, was an der Überlegenheit der Hausherren allerdings nichts mehr änderte.

Schneider bediente Niemeyer am Kreis, der machte den 24:20-Führungstreffer. Zieker musste wegen angeblich absichtlichen Fußspiels mit einer Zeitstrafe vom Platz. Bechtloff wechselte für ihn ins Spiel. Hornke nutzte den zweiten Ballverlust der Gäste binnen weniger Minuten zum 25:20 (38.). Schneider erhöhte auf 26:20. Barthe musste nach seinem Foul an dem TBV-Spielmacher mit seiner zweiten Zeitstrafe vom Feld. Lohrbach folgte seinem Teamkollegen eine Minute später auf die Strafbank.

Hornke agierte in Überzahl vorgezogen gegen den zehnfachen Torschützen Haller. Das 28:22 in der 42. Minute war der siebte Treffer des TBV-Neuzugangs. Lemke traf Radovanovic durch die Beine zum 29:23 (44.). Der Aufsteiger wollte sich noch nicht geschlagen geben und antwortete umgehend durch Lohrbachs Treffer zum 29:23. Nach 44:25 gespielten Minuten holte Pfannenschmidt sein Team zur Auszeit.

Die Überzahl ohne TBV-Kapitän Hermann nutzten die Gäste, um wieder auf 29:25 (45.) heranzukommen. Die nächste Zeitstrafe verhängten die beiden Unparteiischen Hörath/Hofmann gegen den Bietigheimer Haller. In der 47. Minute trat Hornke zum ersten Strafwurf für den TBV an und verwandelte gegen Radovanovic zum 30:25. Salzers Schlagwurf landete am Pfosten des TBV-Gehäuses, Hornke nutzte den Abpraller von Herths Wurf zum 32:26. Nach einer Parade von Dresrüsse war Herth erneut durchgestartet und erhöhte nur sekundenspäter auf 33:26 (52.).

Der TBV hatte die Partie mittlerweile fest im Griff und steuerte vor 3.026 Zuschauer auf seinen zweiten Heimsieg in seinem zweiten Heimspiel zu. Hornke verwandelte auch seinen zweiten Siebenmeter sicher zum 34:26 (55.). Herth aus dem Rückraum, Pekeler vom Kreis und Schneider per Schlagwurf hielten den Aufsteiger in den Schlussminuten weiterhin auf Abstand. Am Ende konnte der TBV einen klaren 37:30-Heimsieg gegen Bietigheim feiern.

Die Stimmen zum Spiel:

Hartmut Mayerhoffer (Trainer SG BBM Bietigheim): Glückwunsch an Lemgo, der Sieg war verdient. Wir haben das in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht, zumindest im Angriff. Wir haben geduldig gespielt, wir haben uns freie Chancen erarbeitet und konnten den einen oder anderen Tempogegenstoß auch noch setzen. Wir kommen dann auf 17 Tore in der ersten Halbzeit, das ist ok. In der Abwehr haben einige Dinge nicht so funktioniert, gerade einfache Würfe aus dem Rückraum haben wir zugelassen. In der zweiten Halbzeit waren wir einfach nicht mehr geduldig genug. Ich denke, bei uns muss es darum gehen, so eine Leistung wie in der ersten Halbzeit auch über sechzig Minuten abzuliefern. In der Abwehr haben wir sicherlich noch einiges zu tun, 37 Tore sind einfach zu viel. Obwohl Lemgo das sehr gut gemacht hat, mit einem sehr, sehr guten Tempospiel. Letztlich war der Sieg von Lemgo absolut verdient.

Niels Pfannenschmidt (Trainer TBV Lemgo): Danke für die Glückwünsche und Kompliment von mir an Hartmut für die Leistung. Toll, was Du aus euren Möglichkeiten rausholst, das ist schon beachtlich. Du hast das ganz gut analysiert. Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, die Bindung zum Spiel, zur Abwehr zu finden. 17 Gegentore sind zu viel. Ich bin sehr zufrieden mit der Angriffsleistung, wir haben das taktisch auf den Punkt gespielt. Wir haben uns bewusst Konzeptionen mit zwei Kreisläufern überlegt, weil wir wussten, dass es Probleme in Bietigheims Innenblock gibt. Das hat ganz gut funktioniert und wir kommen auf 37 Tore. Gut war auch unser Tempospiel, was sicherlich auch ausschlaggebend war. Negativ war heute unser Überzahlspiel, das war eine Katastrophe. Aber sonst bin ich sehr zufrieden. Wir haben heute ein ordentliches Spiel abgeliefert, die Mannschaft hat sich durchgekämpft, deswegen bin ich mit einem Sieben-Tore-Sieg in der Bundesliga absolut zufrieden. Wir können froh sein über die vier Punkte, die wir jetzt schon haben. Man sieht an den anderen Ergebnissen auch, dass es notwenig ist, früh die Punkte einzufahren. Das haben wir getan und deshalb bin ich sehr zufrieden.

TBV Lemgo: Hornke 10/2, Pekeler 7, Hermann 5, Zieker 4, Lemke 3, Schneider 3, Herth 3, Lönn 1, Niemeyer 1

 

SG BBM Bietigheim: Haller 10, Lohrbach 8/6, Rentschler 5, Dahlhaus 3, Schäfer 1, Blodig 1, Barthe 1, Scholz 1

Strafminuten: 10/12

Schiedsrichter: Hörath/Hofmann

Pressemeldung TBV Lemgo


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